Pfarrkirche Hl. Anna

Heimatarchiev
Steiner-Villa

Da die Annakirche zu entlegen war, wurde der Großteil der Gottesdienste in der Kapelle gefeiert. Außerdem  gab es noch früher eine Josephkapelle im Burggelände, die sogar zu einem beliebten Wallfahrtsort wurde. Im Probsthaus (Rechte Hauptzeile 34, "Steinerne Villa") soll sich während der letzten Bauphase der jetzigen Pfarrkirche eine Hauskapelle befunden haben. In einem Bittschreiben an Nikolaus Esterházy wie die Gemeinde mit Pfarrer Mathias Schimanovic darauf hin, der Patronatsherr möge die baufällige Ortskapelle, in der nur mehr zwei Drittel der Gottesdienstbesucher Platz finden, vergrößern und den desolaten Turm erneurn. Esterházy beauftragte den Verwalter der Herrschaft Hornstein, Jakob Glatz, mit dieser Angelegenheit.

Finanziert wurde der Bau von der Marktgemeinde, der Pfarre sowie durch Spenden der Ortsbevölkerung. Fürst Esterházy stellte als Patronatsherr sämtliches Baumaterial zur Verfügung. Die Ortsbewohner verrichteten alle Fuhr- und Handlangerdienste kostenlos. Die Mauersteine kamen aus Loretto. 1782 wurde über dem Westportal der Schlussstein gesetzt. Nun folgte die Ausstattung der Kirche. Das ging mühsam vor sich, da Fürst Esterházy sein Hauptaugenmerk auf Loretto legte. 1794 wurde die neue Orgel gebaut. Erst vier Jahre später wurde die Pfarrkirche ausgemalt, Altar und Kanzel wurden vergoldet. Erst 1803 fand man die Ausstattung der Kirche für eine feierliche Kirchweihe in Ordnung. Inzwischen war schon Vitus Fister Pfarrer. Der Kreuzweg wurde erst 1869 geweiht. Inzwischen brachte die Ortsbevölkerung schon jede Menge Bilder, die sie z.B. bei der Hochzeit geschenkt bekamen, von zu Hause in die Kirche. Dies wirkte dann natürlich sehr provisorisch, weshalb diese Bilder im Laufe der Zeit wieder abmontiert wurden. Im ersten Weltkrieg war übrigens Johann Thüringer Pfarrer. Die Deckenbemalung mit den vier Evangelistern und zwei Bibelszenen gehen auf Pfarrer Franz Fixl im Jahr 1929 zurück. Das Restaurieren der Deckenbilder ist deshalb schwierig, da es sich um keine Freskenmalerei handelt. Es handelt sich nur um eine dünne und leicht ablösliche Farbschickt auf trockenem Putz (Seccomalerei). Im 2. Weltkrieg waren die Pfarrer Fixl, Johann Starc und Geza Horvath tätig, wobei Geza Horvath auch noch mit der Beseitigung von Kriegsschäden beschäftigt war. Sein Nachfolger Amon Strommer ließ das Dach neu Decken. Unter Prälat Karl Gregorich, der von 1963 - 1995 Pfarrer war, wurde die Pfarrkirche außen und innen neu renoviert. Sein Nachfolger Valentin Zsifkovits ließ die Orgel um- und neugestalten. Weitere Gottesdienststätten im und um das Ortsgebiet von Hornstein sind die Theresienkapelle, Friedhofskapelle, Dreifaltigkeitskapelle, Hubertuskapelle und die Aufbewahrungshalle.

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