Sehenswürdigkeiten in Hornstein

Rudi Schmidt

Das erste sehenswerte Objekt, welches einem auf dem Weg durch Hornstein entgegensticht, ist der Kreisverkehr, der die Symbolik des Ortsnamens Hornsteins repräsentiert.

Rudi Schmidt

Der Meierhof wird 1647 erstmals erwähnt. Er diente der Herrschaft zur Viehzucht. Im Türkenkrieg von 1683 wurde er vollständig niedergebrannt und von den Esterházy neu aufgebaut.

Eine Wehrmauer mit Rundbastei umgibt ein Gebäude, das unter Graf Nádasy erbaut wurde und bis 1679 als Spital diente. Anschließend wurde es als herrschaftliches Gasthaus geführt und 1890 an einen Johann Bauer verkauft.

Reichsgraf Ferdinand Carl Caraffa baute das Gebäude, dessen älteste Mauerteile auf 1650 zurückgehen, in der heute bestehenden Form aus. 1734 erwarben die Esterházy den Hof, den sie bis 1848 als Sitz des herrschaftlichen Kastners verwendeten

Rudi G. Schmidt

Das Kriegerdenkmal wurde 1923 gegenüber der damaligen Gemeindekanzlei im Forsthaus errichtet. 1955 wurde es um zwei Steintafeln mit den Gefallenen des zweiten Weltkrieges ergänzt.

Die Pestsäule aus 1765 stellt eine Doppelpieta dar, eine Darstellung, die im Burgenland einzigartig ist.

1647 wird neben der Pfarrkirche St. Anna auf dem Friedhof eine kleine Dorfkirche mitten im Ort genannt. 1776 wurde die alte Annakirche am Fuß des Burgberges abgebrochen und mit dem Bau einer neuen Kirche in der Ortsmitte begonnen. Sie wurde 1782 vollendet und 1803 konsekriert. 1902 wurde die Kirche erstmals restauriert, 1964 bis 1967 ein weiteres Mal.

Das Annakreuz wurde um 1770 errichtet, die Figuren der Hl. Anna mit der Jungfrau Maria mustergültig renoviert.

Die Wallanlage unterhalb der Burg wurde um 1445 als Tabor für Söldnertruppen erbaut. In den Kuruzzenkriegen (1705 - 1710) wurde sie wiederhergestellt und diente der Bevölkerung als Fluchtort.

Der älteste Teil des Friedhofs stammt bereits aus dem Mittelalter. 1831 wurde er neu angelegt, 1934 erweitert und renoviert, 1968 schließlich noch einmal erweitert. Der heutige Karner ist ein behelfsmäßiger Bau aus dem 19. Jahrhundert. Das Cholerakreuz mit dem Kreuztragenden Christus wurde 1831 errichtet. Das Kreuz mit dem Früchtekapitell und dem Kruzifix mit der schmerzhaften Muttergottes stammt aus dem 1. Viertel des 19. Jahrhunderts. Das dritte Kreuz mit dem krönenden Kruzifix stammt aus dem 3. Viertel des 19. Jahrhunderts. Die Friedhofkapelle ist ein einfacher Spätbarockbau mit geschweiftem Giebel und Satteldach. Die Leichenhalle wurde 1968 errichtet und 2002 großzügig ausgebaut.

Das Annakreuz wurde um 1770 errichtet. Früher war es über dem korinthischen Kapitell als Steinplastik der Hl. Anna mit jugendlicher Maria. Die Original-Figuren sind schon lange verschwunden. Anfangs wurden sie durch ein schmiedeeisernes Kreuz ersetzt, später durch eine moderne Plastik der Anna mit Maria erneuert.

Die ursprüngliche Marienkapelle wurde 1847 von der Familie Waldhütter erbaut; 1875/76 ließ die Familie Stefanits an ihrer Stelle die heutige Theresienkapelle errichten. 1956 wurde sie großzügig renoviert.

Die Burg Hornstein wurde 1340/41 an Stelle einer älteren, vermutlich hölzernen Befestigung von Stefan Laczkfi als Höhenfestung erbaut. Als wichtiger Kontrollpunkt war sie die Ursache für die Entstehung der Herrschaft Hornstein. Nach einer Reihe von Grenzkämpfen wurde sie schließlich 1445 zerstört.

Die "neue" Lindenallee stammt aus den Jahren 1830 - 1845. Sie wurde neben der "alten" Lindenallee von 1734, die zum Friedhof führte, angepflanzt.

Das herrschaftliche Haus Nr. 85 war unter Graf Nádasdy ein Wirtshaus, nach den Türkeneinfällen von 1683 neu erbaut als Sitz des Ersterházyschen Verwaltungs- und Rentamts, Sit des Gemeindeamts bis 1928, danach schließlich Wohnsitz des Försters. Seit den 90er Jahren ist es in Gemeindebesitz.

Der Pranger ist das Zeichen der hohen Gerichtsbarkeit der Grundherrschaft. Die beiden Steinkugeln hingen einst als Fußschellen an Ketten.

DIe "alte Schule" wurde 1852 an derselben Stelle als Schulhaus und Gerichtskanzley errichtet, auf welcher schon 1647 die Volksschule aus Stein gebaut gestanden war. Sie wurde 1981 renoviert und als Kulturzentrum neu gestaltet.

An Stelle der alten Gemeindeschmiede mit der Riesenpappel wurde 1927/28 das Rathaus nach den Plänen der Wiener Architekten Scharinger und Fischer erbaut. Es wurde 1990 grundlegend saniert und ausgebaut. Das nebenan gelegene Schubertdenkmal mit dem dazugehörigen Lindenbaum stammen ebenfalls aus 1928.

Der renovierte Dickov Bog in Form eines Schmerzensmanns wurde 1722 aufgestellt.

Privatsammlung Dr. Günther Stefanits

Die Schanz dürfte bereits während der Römerzeit ein wichtiger Wachtturm entlang der Straße zwischen Wien und Ödenburg gewesen sein. Im Mittelalter diente sie als Alarmposten für die Burgbesatzung. Während der Kuruzzenkriege wurde sie wieder instand gesetzt und diente als Ausgucksposten.

Das Marterl des Hl. Isidor wurde 1991 aus Anlass der Vollendung der Grundzusammenlegung aufgestellt. Es zeigt den Heiligen und zweisprachige Fürbitten

Die Statue des Hl. Nepomuk wurde laut Franz Raimann im Jahr 1966 neben der Thersienkapelle aufgestellt. Damals soll die Fabrikantenfamilie Antoinette und Walter Schwarz (Antoinette und Walther Schwarz) die Statue gekauft, herbeischaffen und aufstellen lassen. Woher die Familie Schwarz diese Steinfigur bekommen hat, ist nicht bekannt. Sie muss um 1800 hergestellt worden sein und ist wahrscheinlich in der Nähe oder auf einer Brücke gestanden, die möglicherweise abgetragen oder neu errichtet wurde. Im April 1998 wurde restauriert. Am 15.Mai 1998 wurde sie von Pfarrer Valentin Zsifkovits neuerlich eingeweiht. Die Inschrift auf dem Postament konnte nur als Fragment wieder hergestellt werden, lässt aber kaum auf den früheren Standplatz schließen.

Das Kreuz am Beginn der Schneckengasse stammt aus 1832 und wurde 1899, 1933 und 1964 renoviert.

Die Hubertuskapelle am Waldrand in Richtung Loretto wurde 1986 erbaut.

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