Laufen in Hornstein

Sehr geehrte Hornsteinerinnen und Hornsteiner,
Sehr geehrte Gäste aus Nah und Fern!

Unsere Heimat, die Marktgemeinde Hornstein, bietet ein großartiges Angebot an Naturerlebnissen und Naherholungsgebieten. Durch die geografische Lage von Hornstein profitieren unsere Bewohner und Gäste von den Vorteilen der vielen Gewässer, Wälder und des Gebirges. Hornstein bietet damit für alle Freizeitaktivitäten das passende Angebot: vom Wandern, Walken, Laufen, Radfahren bis hin zum Verweilen und Auskosten. Genießen Sie unsere Ausflugsziele und Bewegungsmöglichkeiten!

Hornstein ist in Bewegung.

Mit lieben Grüßen
Mag. Christoph Wolf, M.A.
Ihr Bürgermeister

Der Sonnenberg ist mit 484 m der höchste Berg des Leithagebirges. Auf seinem Gipfel
befindet sich die Sonnenbergwarte – ein in der Zeit des Kalten Krieges errichteter
Grenzwachturm, welcher nach dem Fall des Eisernen Vorhangs hierher transferiert
wurde.
Heute ist dieser 15 m hohe Metallturm als Aussichtsturm begehbar und ermöglicht einen beeindruckenden Rundumblick: Bei schönem Wetter zeigt der Panoramablick die Leithaniederung mit ihren Ortschaften, das Wiener Becken mit der Stadt Wien, die österreichischen Alpen mit Schneeberg und Raxalpe sowie das Rosalien- und das Ödenburger Gebirge. Auch der Neusiedler See ist von der Warte aus nahezu in seiner gesamten Ausdehnung zu sehen.
Ein Aufstieg ist von Hornstein kommend über die Sonnenbergstraße in weniger als einer Stunde möglich – folgen Sie der Sonnenbergrunde.

Eine erste Lindenallee von Hornstein wurde bereits im Jahr 1734 unter der Ägide der
Esterházys als Verbindungsweg zwischen Eisenstadt und Wien gepflanzt und führte
bis 1935 entlang der heutigen Friedhofstraße zur damaligen Annakirche. Die neue –
heutige – Lindenallee in Hornstein wurde zwischen 1830 und 1845 im Biedermeier
entlang der alten Straße Hornstein–Eisenstadt neu angelegt.
Dieser wunderbare Naturraum steht seit 1971 unter Denkmalschutz und umfasst
etwa 270 Bäume: Sommer- und Winterlinden. Für den Erhalt des Naturdenkmals
werden die Bäume regelmäßig gepflegt und nachgepflanzt. Durch Baumpatenschaften
ist es bereits gelungen, neue Linden an freien Standorten nachzusetzen und auf diese Weise den Fortbestand dieses historischen Naturgebildes langfristig zu sichern. Die Lindenallee hat nicht nur eine kulturhistorische Bedeutung, sondern vor allem auch einen ökologischen Wert. Die alten, knorrigen Bäume weisen zahlreiche Ritzen, Spalten und Hohlräume auf, welche bevorzugt von Fledermäusen, Vögeln und Insekten bewohnt werden.

Der heutige Bürgergarten befindet sich auf dem Gelände des alten Forsthauses und
wird erstmals 1647 als Forsthausgarten urkundlich erwähnt. In weiterer Folge wurde
er als Gemüsegarten, Gärtnerei und zur Aufzucht von Fasanen genutzt, bis die Marktgemeinde Hornstein das Forsthaus und den dazugehörigen Forsthausgarten Anfang der 1990er-Jahre erwarb.
2020 wurde nach einem partizipativem Prozess und der gartenbaulichen Umgestaltung
der heutige Bürgergarten eröffnet. Er stellt eine grüne Oase inmitten von Hornstein dar und bietet auf über 3.000 m² einen Ort der Ruhe, der Natur und der Begegnung. Der Bürgergarten stellt eine Freizeitzone mit Naturerlebnis dar und beinhaltet einen pannonischen Naschgarten, einen Erlebnisgarten, Rückzugsräume für Mensch und Natur sowie eine große Vielfalt an Pflanzen, Farben, Formen und Gerüchen. Er leistet einen Beitrag zur Biodiversität und macht die Vielfalt des Lebens auf der Erde deutlich. Besucher können diese Vielfalt entdecken und mit allen Sinnen erleben.
Der Bürgergarten ist jederzeit zugänglich.

Das Naturschutzgebiet Zylinderteich ist der Rest einst weiträumiger Wiesen und
Hutweiden, die durch Aufforstung und landwirtschaftliche Intensivierung ihr ursprüngliches Aussehen verändert haben. Der deutsche Name ist eine Verballhornung des kroatischen Riednamens Cilina-Teich, wobei cilina, celina für den Begriff Wiese steht.
Im Zentrum der geschützten Fläche befindet sich ein kleiner Weiher, welcher zur
Viehtränke und als Eisteich genutzt wurde. Seit Aufgabe der Beweidung, etwa um 1960, blieb er seiner natürlichen Entwicklung überlassen. Die Freiwasserzone und der Verlandungsbereich des Zylinderteiches sind Lebensraum für eine Vielzahl von Amphibien. Der Zylinderteich ist als Rastplatz für durchziehende Vögel von Bedeutung
und ist Nahrungsraum für Brutvögel der näheren und weiteren Umgebung. Das Gebiet ist auch ein wichtiges Trittsteinbiotop zwischen Leithagebirge und Leithaniederung.
Durch die ständige Pflege, welche seit den 80er-Jahren in Abstimmung mit dem Naturschutzbund durchgeführt wird, ist es zu einer Verbesserung des Erhaltungszustandes gekommen und Pflanzen, die schon verschwunden waren,
konnten wieder ihren Lebensraum zurückgewinnen.

Im ehemaligen Steinbruch „Weißenlaim“ wächst heute ein wertvoller Trockenrasen,
der sich über die Jahre nach der Stilllegung bilden konnte. Kuhschellen (Pulsatilla grandis und Pulsatilla pratensis) und Orchideen wie das Kleine Knabenkraut (Anacamptis morio) blühen hier in bunter Vielfalt und auch die Smaragdeidechse (Lacerta viridis) ist aufgrund der hohen Strukturvielfalt häufig anzutreffen.
Die besondere Geländemorphologie der ehemaligen Abbaufläche, welche inzwischen von Eichen erobert wurde, bildet einen interessanten Anziehungspunkt für Besucher.

Der „Schlossberg“ befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Burgruine Hornstein und sticht vor allem durch das Vorkommen geschützter Schmetterlingsarten und deren Futterpflanzen hervor. Manche Tagfalter-Arten sind so selten geworden, dass es sie tatsächlich nur mehr auf ganz wenigen Wiesen im Burgenland gibt. Der Fetthennenbläuling (Scolantides orion) ist eine dieser seltenen Arten. Seine Raupen sind in erster Linie auf das Vorkommen der Großen Fetthenne, welche ausschließlich auf kargen Flächen mit geringer Bodenauflage vorkommt, angewiesen.
Durch gezielte Pflegemaßnahmen wird die Population am Hornsteiner Schlossberg
unterstützt. Infopulte vor Ort bilden außerdem Wissenswertes rund um die Lebensräume
und weitere vorkommende Arten ab.

Zwischen Hornstein und Landegg fällt eine Geländekante steil in nordwestlicher
Richtung ab. Der von weitem sichtbare Terrassenabbruch wird von pannonen
Sanden aufgebaut. Rodung und Beweidung führten einst zur Veränderung der
ursprünglichen Gehölzvegetation und begünstigten eine an Wärme und Trockenheit
anpasste Lebensgemeinschaft.
Die Hutweiden prägten einst weite Landstriche, heute sind sie auf wenige, extrem
geneigte Flächen zusammengeschrumpft. Die überaus artenreichen Reste dieser
historischen Kulturlandschaft sind ein Refugium für zahlreiche bedrohte Tier- und
Pflanzenarten wie beispielsweise Federgras (Stipa pennata), Graues Sonnenröschen
(Helianthemum canum), Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis), Brand- und Helmknabenkraut (Orchis ustulata, O. militaris) und Goldschopf-Aster (Aster linosyris).

(Quelle: www.burgenland.at)

Die Leitha hat ihren Ursprung im Zusammenfluss der beiden Flüsse Schwarza und Pitten bei Lanzenkirchen in Niederösterreich und mündet an der Grenze zu Ungarn in die Moson-Donau. Als wichtiges Grenzgewässer konnte sie über weite Strecken hinweg einen naturbelassenen Flusslauf bewahren, welcher durch Schotter- und Sandbänke,
Ufersteilwände und unterschiedliche Wassertiefen gekennzeichnet ist. Dabei ändert sie laufend ihr Gesicht, indem Sedimente wie Schotter und Sand oder Baumstämme transportiert und anderswo neu abgelagert werden. Diese Gegebenheiten bilden die Grundlage für eine hohe Artenvielfalt an Fließgewässern und sind nur möglich, wenn dem Fluss genug Raum für eine dynamische Entwicklung gegeben wird.
Nicht nur Wildtiere werden von naturbelassenen Flusslandschaften angezogen, auch
der Mensch nutzt die Leitha für unterschiedliche Freizeitaktivitäten. Die Sand- und
Schotterbänke stellen etwa beliebte Liegeplätze dar.
Bitte nehmen Sie Rücksicht auf Wildtiere, indem Sie übermäßigen Lärm vermeiden und Hunde an der Leine führen.

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