Historischer Ortswanderweg

Straßenverzeichnis

1875 – 77 nach Plänen von Josef Stütz im neugotischen Stil erbaut. Im Tympanon Nische mit Statue der Hl. Theresia de Avila. An der Stirnwand Widmung der Stifter: „Zu Ehren Unser Lieben Frau erbaut/Franz und Theresia Stefanich“. Restauriert 1956. Statue des Hl. Johannes Nepomuk um 1800, restauriert 1998.

1674 veranlasste Graf Nádasdy die Renovierung unter der Verwendung von Steinen der Burg. 1700 als „Meierhof mit Hofstadel und Schäferei“ erwähnt, anlässlich der Verpfändung der Herrschaft Hornstein an Paul Esterházy durch Kaiser Leopold I. Im 18. Jahrhundert wurden hier bis zu 1.000 Schafe gehalten. Die Kreuzscheune, die schon auf der Walter-Karte von 1754 eingezeichnet ist, ist eines der größten derartigen Gebäude unserer Region.

Teil der Umfassungsmauer des ehemaligen Spitals, welches von Rudolf von Stotzing um 1600 gegründet wurde und noch unter Graf Nádasdy bis 1769 bestand. Wurde später als „Herrschaftliches Wirtshaus“ genutzt. Seit 2008 geschleift, an seiner Stelle wurde der Wohnpark Reitschule errichtet.

Gehörte 1650 dem Beamten Johann Piffreiter. 1704 wurde es vom Reichsgrafen Ferdinand Carl Caraffa erworben, der es 1711 – 1717 umbaute und erweiterte. 1734 von den Esterházy um 4000 Gulden gekauft und diente der Vergrößerung der Meierhofanlage. Zweigeschossig, viereckig, Rundbogentor und genutete Kantenstreifen. Gewölbe Hofeinfahrt. Hofseitig Balkon auf Konsolen, 2 Wirtschaftsgebäude um einen schmalen Hof.

1927/28 an Stelle der alten Gemeindeschmiede in der Mitte des Breitangers unter Bürgermeister Anton Probst errichtet. Gebaut vom Hornsteiner Baumeister Ludwig Wolf nach Entwürfen der Wiener Architekten Scharinger und Fischer im Art Deco-Stil des „Roten Wien“.

1852 als Schulhaus und Gerichts-Kanzley erbaut. Pranger mit Steinkugeln an einer Kette (einst Fußschellen). Hornstein war Sitz des Landgerichts, der „hohen Gerichtsbarkeit“ der Grundherren. Für die „niedere Gerichtsbarkeit“ waren die Dorfrichter und seine Geschworenen zuständig. Diese wurden jährlich von der Dorfversammlung gewählt.

Im 17. Jahrhundert unter Graf Nadásdy herrschaftliches Wirtshaus. Seit 1702 Esterházysches „Herrschaftshaus“ und Sitz des Verwaltungs- und Rentamtes. Nach dem Ende der Grundherrschaft 1848 Wohn- und Verwaltungshaus des Oberförsters der fürstlichen Domänen. Bis 1925 auch Gemeindeamt. Seit 2000 im Besitz der Gemeinde.

Errichtet nach der Pestepidemie 1745. Alter Unterbau verlorengegangen, Form mit Doppelgruppe der Pieta über korinthischer, laubumwundener Säule, einzigartig im Burgenland.

Spätbarocker einschiffiger Bau, Grundsteinlegung 1776, 1782 fertiggestellt um 1803 geweiht. Errichtet an Stelle der alten Dorfkapelle, teilweise aus Material der 1776 abgetragenen Annakirche im heutigen Friedhofsgelände. Die Baukosten teilten sich der Grundherr, die Pfarre und die Gemeindemitglieder, die auch alle Fuhren und Handlangerdienste kostenlos leisteten.

Vorwall und Graben waren Teil einer äußeren Wehranlage, die die Burg Hornstein umschloss, bis zum obersten Graben reichte und die relativ flach ansteigende Nordwest-Flanke sicherte. Gegenstück im Südosten der Anlage. Diente in Gefahrenzeiten als Fluchtburg für die Bevölkerung des Ortes und bisweilen als Lagerplatz für größere Kampfverbände. Annakreuz: Errichtet um 1770. Früher über dem korinthischen Kapitell Steinplastik der Hl. Anna mit jugendlicher Maria. Original-Figuren schon lange verschwunden, zuerst durch schmiedeeisernes Kreuz ersetzt, später durch moderne Plastik Anna und Maria.

Steinburg erbau 1340, zerstört 1445, 1584 als „öd, verfallen“ beschrieben, 1647 existierten noch „2 Stuben, eine Küche, Kammern, Keller und Stallungen“. Bis zur 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts wurden Wallfahrten zur Kapelle des Hl. Josef auf der Burg gemacht. Die Ausgrabungen von 1996 sind immer noch zugänglich und sehenswert.

Friedhof
Karner
Kapelle

1830 – 1845 ließen die Esterházy entlang der alten Straße Hornstein–Eisenstadt, die durchs Leithagebirge führte, die „neue“ Allee pflanzen. Die ältere Lindenallee von 1734 führte entlang der heutigen Friedhofstraße zur damaligen Annakirche.

Ältester Teil Hornstein, 1426 Erwähnung als „Suburbium castri Zarkw, Hornstein“ genannt, als Siedlung unter der Burg Hornstein.

Nach dem ersten Weltkrieg wurde anstelle einer aus dem Jahr 1722 stammenden Ecce-Homo-Plastik ein einfaches Kruzifix aufgestellt, das 1879 durch den Nachbau der ursprünglichen Statue ersetzt wurde. Der ursprüngliche Sockel trug die Inschrift: „DIESES CREIZ HAT HIE HIER SETZTEN LASEN MATHIAS SCHEIMAN“.

Mittelalterliche Schanzanlage mit ursprünglich fünfeckigem Fundament und rundem Wachtturm, wurde in den Kuruzzenkriegen (1702) als Alarmstellung wiederaktiviert. Heute sind nur mehr die Schanzwälle sichtbar.