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Religion

Römisch-katholische Pfarrkirche

Pfarrkirche mit Pestsäule © R. Schmidt
Die Gründung der Pfarre Hornstein wird mit dem Bau der ersten Pfarrkirche am Hang des Schlossberges im Jahr 1363 zeitlich in Zusammenhang gebracht. Über Pfarrer, Pfarre und deren Grundbesitz gibt es erst ab Mitte des 16. Jahrhunderts Aufzeichnungen. Man weiß, dass Pfarrer und Pfarre damals üblicherweise vom Patronatsherren mit ausreichend Grundbesitz ausgestattet wurden. Es oblag allerdings dem Ortspfarrer, die Felder und Weingärten auch zu bewirtschaften. Unter der Herrschaft der Familie Fürst musste Pfarrer Nuerschi (erster namentlich genannter Pfarrer) wie die übrige Ortsbevölkerung den protestantischen Grundherren Robot leisten. Trotz starken Drucks, zum Protestantismus überzutreten, blieb die vorwiegend kroatische Bevölkerung katholisch. Unter den Herren von Stotzingen, die wieder Katholiken waren, verteidigten die Hornsteiner ein vom Kaiser verbrieftes Recht, dass Kroaten sich den Pfarrer selber wählen dürfen. Damals feierten die Hornsteiner ihre Gottesdienste und Andachten in der alten Pfarrkirche und in einer Kapelle im Ort. Beide Bauten sind während des zweiten Türkeneinfalls 1783 zerstört und nur höchst notdürftig wiederaufgebaut worden, da die Pfarre Hornstein zu den ärmeren Pfarren gehörte. Da die Annakirche zu entlegen war, wurde der Großteil der Gottesdienste in der Kapelle gefeiert. Außerdem gab es noch früher eine Josephkapelle im Burggelände, die sogar zu einen beliebten Wallfahrtsort wurde. Im Probsthaus (Rechte Hauptzeile 34, "Steiner Villa") soll sich während der letzten Bauphase der jetzigen Pfarrkirche eine Hauskapelle befunden haben. In einem Bittschreiben an Nikolaus Esterházy wies die Gemeinde mit Pfarrer Mathias Schimanovic darauf hin, der Patronatsherr möge die baufällige Ortskapelle, in der nur mehr zwei Drittel der Gottesdienstbesucher Platz finden, vergrößern und den desolaten Turm erneuern. Esterházy beauftragte den Verwalter der Herrschaft Hornstein, Jakob Glatz, mit dieser Angelegenheit. Der erste Entwurf vom fürstlichen Baumeister Joseph Ringer für den Umbau der Kapelle befriedigte nicht, da er zu teuer gekommen wäre und die Brandgefahr für die Kirche durch die zu nahe liegende Häuserzeile zu groß gewesen wäre. So beschloss man den Neubau der Kirche. Entgegen dem Vorschlag von Jakob Glatz errichtete man die Kirche nicht auf dem Platz der Salnitterhütten (besser bekannt unter Reitschule), sondern entlang des rechten Bachufers unweit von der Dorfkapelle Nach dem Abbruch der Friedhofskirche im Mai 1776, wurden am 12. April 1777 die Grundfesten ausgehoben. Die Steine von der Friedhofskirche und von der Ortskapelle sollten beim Neubau Verwendung finden.

Foto: R. Schmidt
Hubertuskapelle © R. Schmidt
Finanziert wurde der Bau von der Marktgemeinde, der Pfarre sowie durch Spenden der Ortsbevölkerung. Fürst Esterhazy stellte als Patronatsherr sämtliches Baumaterial zur Verfügung. Die Ortsbewohner verrichteten alle Fuhr- und Handlangerdienste kostenlos. Die Mauersteine kamen übrigens aus Loretto. 1782 wurde über dem Westportal der Schlussstein gesetzt. Nun folgte die Ausstattung der Kirche. Das ging mühsam vor sich, da Esterhazy sein Hauptaugenmerk auf Loretto legte. 1794 wurde die neue Orgel gebaut. Erst vier Jahre später wurde die Pfarrekirche ausgemalt, Altar und Kanzel wurden vergoldet. Erst 1803 fand man die Ausstattung der Kirche für eine feierliche Kirchweihe in Ordnung. Inzwischen war schon Vitus Fister Pfarrer. Der Kreuzweg wurde erst 1869 geweiht. Inzwischen brachte die Ortsbevölkerung schon jede Menge Bilder, die sie zB bei der Hochzeit geschenkt bekamen, von zu Hause in die Kirche. Dies wirkte dann natürlich sehr provisorisch, weshalb diese Bilder im Laufe der Zeit wieder abmontiert wurden. Im 1. Weltkrieg war übrigens Johann Thüringer Pfarrer. Die Deckenbemalung mit den vier Evangelisten und zwei Bibelszenen geht auf Pfarrer Franz Fixl im Jahr 1929 zurück. Das Restaurieren der Deckenbilder ist deshalb schwierig, da es sich um keine Freskenmalerei handelt. Es handelt sich nur um eine dünne und leicht ablösliche Farbschicht auf trockenem Putz (Seccomalerei). Im 2. Weltkrieg waren die Pfarrer Franz Fixl, Johann Starc und Geza Horvath tätig, wobei Geza Horvath auch noch mit der Beseitigung von Kriegsschäden beschäftigt war. Sein Nachfolger Amon Strommer ließ das Dach neu decken. Unter Prälat Karl Gregorich, der von 1963-1995 Pfarrer war, wurde die Pfarrkirche aussen und innen neu renoviert. Sein Nachfolger Valentin Zsifkovits ließ die Orgel erneuern. Ausserdem wurden der Altarraum mit Altartisch, Ambo und Taufbrunnen um- und neugestaltet. Weitere Gottesdienststätten im und um das Ortsgebiet von Hornstein sind die Theresienkapelle, Friedhofskapelle, Dreifaltigkeitskapelle, Hubertuskapelle und die Aufbahrungshalle.

Foto: R. Schmidt

Pfarre

Kontakt:
Mag. Stefan Raimann
Linke Hauptzeile 43
7053 Hornstein
Tel.: +43 (0) 2689/2200
email: pfarre.hornstein@aon.at

Gottesdienste:
Vorabendmesse: 19:00 Uhr (Winterzeit 18:00 Uhr) deutsch und kroatisch
Sonn- und Feiertag: 09:00 Uhr deutsch und kroatisch

telefonischer Kontakt

Tel.: 02689/2225

Postadresse

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